© S.U.M.O. Film, ZDF, 2026

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Die Bilder von Aram Radomski von der Leipziger Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 gingen um die Welt – und trugen zum Ende der DDR bei. Für seinen Vater, den regimekritischen Schriftsteller Gert Neumann, sind sie bis heute ein Verrat.
Seit Jahren sprechen Vater und Sohn nicht mehr miteinander. In intimen Videobotschaften und anhand persönlicher Dokumente wagen sie eine vorsichtige Annäherung. Zwischen politischen Überzeugungen, familiären Verletzungen und der Erfahrung politischer Verfolgung suchen sie nach Verständnis – und der Möglichkeit einer neuen Begegnung.


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Schriftsteller Gert Neumann
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Fotograf Aram Radomski
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Die heimlich im Auftrag des Westfernsehens gedrehten Bilder von Aram Radomski von der Leipziger Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 gingen um die Welt. Vier Wochen später fiel die Berliner Mauer. Für viele ist er ein Held – für seinen Vater, den Schriftsteller Gert Neumann, bis heute ein „Agent des Westens“.
Der Konflikt reicht über drei Generationen. Während Gert aus der widersprüchlichen Biografie seiner Mutter – von der NS-Anhängerin zur DDR-Autorin – einen radikalen künstlerischen Widerstand entwickelt und dafür seine Familie verlässt, erlebt sein Sohn genau diesen Schritt als Verrat. Bis heute stehen sich beide mit unvereinbaren Deutungen gegenüber.
Der Film bringt Vater und Sohn, die keinen Kontakt mehr haben, aus der Distanz in einen Dialog. In Videobotschaften und Bildern reagieren sie aufeinander und öffnen einen Raum, in dem Erinnerung, Verletzung und Widerstand neu sichtbar werden. Ein intimes Porträt über eine Familie, in der deutsche Geschichte bis in die Gegenwart fortwirkt.

Regisseur Götz Schauder mit den beiden Protagonisten Aram Radomski und Gert Neumann

Götz Schauder, geboren in Göttingen, studierte Film an der HfG Offenbach. Ab 2001 int. Festival Teilnahmen mit eigenen Dokumentarfilmen. Seit 2004 Film- und Fernsehautor. 2015 Beginn der Zusammenarbeit mit dem Produzenten Hubertus Siegert als Autor und Editor. Schauders erster international ausgewerteter Dokumentarfilm fürs Kino „Dirigenten! Jede Bewegung zählt“ erschien 2018 bei Arte, NHK und FILMMOVEMENT N.Y.
Aram Radomskis Bilder haben mich fasziniert, weil sie mir einen eigenwilligen Blick auf ein Land kurz vor seinem Verschwinden eröffnen – ein Land, das ich selbst nie kennengelernt habe: die DDR. Die Sprache seines Vaters Gert Neumann zieht mich nicht weniger in ihren Bann: Wie eine Flaschenpost hält sie die Atmosphäre des Sprechens – oder vielmehr des Nicht-Sprechens – in einer Diktatur fest und bewahrt sie so für Gegenwart und Zukunft.
Als Fotograf und Schriftsteller kreisen beide um Fragen der Wahrnehmung und um Ästhetik als Zugang zur Welt. Und doch gelingt es ihnen als Vater und Sohn, mehr als drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall, bis heute nicht, ein gemeinsames Verständnis ihrer Geschichte zu entwickeln.
Je tiefer ich in ihre Biografie eintauche, desto deutlicher wird, wie sehr sie von einer Vergangenheit geprägt ist, die nie abgeschlossen wurde: die lange Nachwirkung von Nationalsozialismus und Krieg innerhalb von Familien – im Osten wie im Westen. Eine Generation von Vätern, die selbst ohne stabile Vaterfiguren aufwuchs, bleibt ihren eigenen Kindern nicht selten fremd.
Auch die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit der Eltern kulminiert 1968 – in Ost und West – als Generationenkonflikt. Für Gert Neumann wird er konkret in der Biografie seiner Mutter Margarete, deren Wandel von der NS-Anhängerin zur DDR-Schriftstellerin ihn zur Suche nach einer unverstellten, poetischen Sprache antreibt. Seine Haltung verteidigt er im Kontext des Prager Frühlings gegen jede ideologische Vereinnahmung und wird dafür vom Leipziger Literaturinstitut exmatrikuliert.
Zugleich zerbricht seine Familie. Er trennt sich von der Mutter seiner drei noch kleinen Kinder – Aram ist der Älteste –, von der er sich in seinem literarischen Widerstand nicht ausreichend unterstützt fühlt und die sich als enge Vertraute seiner eigenen Mutter Margarete begreift.
Aus dieser Konstellation erwächst ein Familienkonflikt, der bis heute zwischen Vater und Sohn ungelöst schwelt. Aram bewundert den Widerstand seines Vaters, der ihm eine Alternative zur angepassteren Welt der Mutter eröffnet. Zugleich kann er – auch als erwachsener Mann – nicht akzeptieren, dass dieser die Familie verlassen hat. Für ihn bleibt diese Entscheidung untrennbar mit Verlust verbunden.
Der Vater hingegen glaubt, seine Kinder nicht durch Anpassung schützen zu können, sondern nur durch konsequente Ablehnung der Diktatur. Dass Aram weder die Haltung der Großmutter noch die Anpassung der Mutter grundsätzlich hinterfragt, bleibt für ihn ein schmerzlicher Punkt.
So wird die Frage, ob man sich für die Seite der Mutter oder des Vaters entscheidet, zu einem unauflösbaren Konflikt – als Erbe deutscher Diktaturgeschichte, das bis in die Gegenwart wirkt.
Dass Vater und Sohn mir gegenüber mit großer Offenheit über ihre von Misstrauen geprägte Beziehung sprechen – und zugleich jeden direkten Kontakt zueinander abgebrochen haben –, hat mich tief berührt. In beiden ist eine starke Sehnsucht nach Verständnis und danach, gesehen zu werden, spürbar.
Indem ich ihnen Videoaufnahmen des jeweils anderen zeige und sie aus der Distanz darauf reagieren lasse, entsteht ein Raum der Reflexion. Kein Versuch der Versöhnung, sondern eine Möglichkeit, einander noch einmal anders zu sehen – verletzlich, widersprüchlich, ungefiltert.
Erst in dieser Wahrnehmung der Verletzungen des anderen wird ein neues Verständnis möglich. Wie weit dieser Versuch trägt und wo er scheitert, ist der eigentliche Kern dieses Films. Er erzählt exemplarisch von Familien im Osten wie im Westen, in denen Geschichte nicht abgeschlossen ist, sondern weiterwirkt.
Hubertus Siegert ist Autor und Produzent von Kinodokumentarfilmen. Seine Werke wie Berlin Babylon, Beyond Punishment oder Eine deutsche Partei verbinden gesellschaftliche Relevanz mit cineastischem Anspruch. Im Stil des Direct Cinema prägen Langzeitbeobachtungen und politische Zeitdiagnosen sein Werk. Aktuell arbeitet er an einem Film über KI.

Buch & Regie: Götz Schauder
Produzent & Buch: Hubertus Siegert
Produzent: Tuki Jencquel
Kamera: Marcus Winterbauer
Fertiggestellt: März 2026
Verleih: Piffl Medien GmbH
© S.U.M.O. Film, ZDF, 2026
Schriftsteller Gert Neumann
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Fotograf Aram Radomski
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Die heimlich im Auftrag des Westfernsehens gedrehten Bilder von Aram Radomski von der Leipziger Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 gingen um die Welt. Vier Wochen später fiel die Berliner Mauer. Für viele ist er ein Held – für seinen Vater, den Schriftsteller Gert Neumann, bis heute ein „Agent des Westens“.
Der Konflikt reicht über drei Generationen. Während Gert aus der widersprüchlichen Biografie seiner Mutter – von der NS-Anhängerin zur DDR-Autorin – einen radikalen künstlerischen Widerstand entwickelt und dafür seine Familie verlässt, erlebt sein Sohn genau diesen Schritt als Verrat. Bis heute stehen sich beide mit unvereinbaren Deutungen gegenüber.
Der Film bringt Vater und Sohn, die keinen Kontakt mehr haben, aus der Distanz in einen Dialog. In Videobotschaften und Bildern reagieren sie aufeinander und öffnen einen Raum, in dem Erinnerung, Verletzung und Widerstand neu sichtbar werden. Ein intimes Porträt über eine Familie, in der deutsche Geschichte bis in die Gegenwart fortwirkt.

Regisseur Götz Schauder mit den beiden Protagonisten Aram Radomski und Gert Neumann
Buch & Regie: Götz Schauder
Produzent & Buch: Hubertus Siegert
Produzent: Tuki Jencquel
Kamera: Marcus Winterbauer
Fertiggestellt: März 2026
Verleih: Piffl Medien GmbH
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